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Spannungs­nase

Bei einer sogenannten Spannungsnase ragt die gesamte Nase sehr weit aus dem Gesicht heraus. Das kann bei den Betroffenen neben einer ästhetischen Beeinträchtigung auch eine Atembehinderung bewirken, weil es im oberen Bereich zu einer Verengung im Bereich der inneren Nasenklappe kommt.

Was ist die Nasenklappe?

Als innere Nasenklappe bezeichnet man den Bereich in welchem die Oberkante der Nasenscheidewand mit den Dreieckknorpeln einen Winkel bildet. Normalerweise sollte dieser Winkel nicht zu klein bzw. eng sein, wobei 10-15° als optimal angesehen wird. Ist der Winkel enger, kann das zu einer Behinderung des Luftstroms, also der Atmung, führen.

Bei der Spannungsnase ist die Nase sehr hoch und deswegen oben schmaler, als eine normale oder niedrige Nase. Dies kann zu einer Atembehinderung führen.

Die Diagnose einer Atembehinderung durch eine Spannungsnase kann mit dem sogenannten Cottle-Test gestellt werden. Hierbei wird die Nasenklappe durch seitliches Ziehen an der Haut geöffnet und auseinandergezogen.

Führt das zu einer erheblichen Erleichterung des Einatmens, sollte das funktionelle Ziel des geplanten Eingriffs sein, diese Engstelle zu beseitigen und zu erweitern.

Nasenkorrektur bei Spannungsnase

Eine typische Nasenkorrektur (ästhetisch-funktionelle Rhinoplastik) besteht zum Beispiel aus 11 kombinierten Operationsschritten. Eine vollständige Übersicht zu den 11 OP-Schritten finden Sie unter OP-Techniken.

Bei einer Spannungsnase, d.h. wenn keine anderen Probleme vorliegen, werden planmäßig folgende OP Schritte ausgeführt:

  • Offener Zugang zur Nase
  • Absenken und Verkleinerung des Nasenrückens
  • Positionierung der Nasenspitze
  • Wundverschluss von Haut und Schleimhaut
  • Verband (Tape und Gips)

Offener Zugang zur Nase

Zunächst wird die Nase über einen W-förmigen Schnitt am Nasensteg und im Inneren der Nasenöffnungen freigelegt.

Im Anschluss wird der Hautmantel so angehoben, dass die Nasenspitze und der Nasenrücken vollständig sichtbar werden. Hierdurch kann insbesondere die Nasenspitze besser modelliert werden als beim geschlossenen Zugang. Die Narbe am Nasensteg ist später kaum sichtbar.

Absenken des Nasenrückens

Zur Absenkung des Nasenrückens verwenden wir möglichst die nasenrückenerhaltende Operationstechnik, auch Push-Down-Technik genannt.

Hier können Sie sich informieren, weshalb wir die Push-Down-Technik verwenden: Geschichte der Nasenchirurgie

Hierbei trennt Dr. Blesse zur Verleinerung der Nasen nicht wie bisher üblich das Nasendach soweit wie nötig ab, sondern die Nase wird zur Verkleinerung nach Innen verlagert.

Op Technik

Zuerst kann am Nasenrücken durch Feilen die Rundung des ggf. bestehenden Höckers etwas abgeflacht werden. Dann wird oben ein Streifen der Nasenscheidewand entfernt und zwar in der Form und soviele Millimeter (ggf. schrittweise), wie erforderlich, um den Nasenrücken ausreichend abzusenken.

Es erfolgt dann die sog. Osteotomie, bei welcher die Nasenknochen rundum ähnlich wie bei der „alten Methode“ gebrochen bzw. geöffnet werden. Die jetzt beweglichen Nasenknochen werden an der Basis etwas zusammengedrückt und dann kann die ganze Nase ein paar mm nach innen verschoben werden, so weit bis sie wieder auf der zuvor gekürzten Oberkante der Nasenscheidewand aufsetzt.

Die gekürzte Oberkante der Nasenscheidewand blockiert dann das Nasendach und verhindert, dass es zu weit reinrutscht. Entsprechend der Form der Oberkante bestimmt sie auch das neue Profil.

Dieses Vorgehen wird dann als "let down" Technik bezeichnet.

Bei sehr großen Spannungsnasen ist eventuell nicht ausreichend Platz im Inneren der Nase, um die Nasenknochen en Nasenrücken in diese Richtung zu verschieben. In diesem Fall kann man etwas Knochen an der Basis der Nase entfernen, um die Nase abzusenken. Dieses Vorgehen wird dann als "let down" Technik bezeichnet.

Positionierung der Nasenspitze

Wurde zuvor der Nasenrücken tiefergelegt und somit ein Teil der herausstehende Nase verkleinert, wird schließlich auch die Nasenspitze in die korrekte Position gebracht. Die Position und Höhe der Nasenspitze ist für das Ergebnis eines harmonischen Nasenprofils ausschlaggebend. Bei der Spannungsnase ist nämlich nicht nur die gesamte Nase zu hoch, sondern auch die Nasenspitze.

Die Korrektur einer herausragenden Nasenspitze erfolgt z.B. indem ein Stück der Nasenspitze oder des seitlichen Knorpels entnommen wird. Die beiden Enden werden dann miteinander vernäht.

Nach der Korrektur der Spannungsnase

Wundverschluss Haut und Schleimhaut

Wurde der Nasenrücken nach innen verlagert und ist die Nasenspitze in die richtige Position gebracht, werden Haut und Schleimhaut mit dünnem Nahtmaterial vernäht. Bei der Verwendung von selbstauflösenden Fäden müssen diese im Anschluss nicht gezogen werden.

Verband (Tape und Gips)

Die Haut am Nasenrücken und an der Nasenspitze wird mit dünnen Pflasterstreifen abgeklebt. Hierdurch entsteht ein geringer Druck, der die Schwellung sowie Blutergüsse etwas vermindern kann.

Nachdem die Nase möglichst perfekt eingestellt ist, sei es von der Höhe des Nasenrückens als auch von der Position der Nasenspitze, soll sie sich während des Heilungsprozesses nicht mehr verschieben. Um das zu gewährleisten, ist das Anlegen von Gips erforderlich.

Nachsorge

Informieren Sie sich gerne hier ausführlich über die Nachsorge nach einer Nasenoperation.

Kontakt

Haben Sie Atembeschwerden oder empfinden Sie Ihre Nase als zu weit herausragend und überdimensional groß? Vereinbaren Sie für ein persönliches Beratungstermin gerne einen Termin in der Praxisklinik Dr. Blesse in Bielefeld. Kontaktieren Sie uns telefonisch oder über das Kontaktformular!

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