Menu

Ablauf der Behandlung

In diesem Kapitel können sie sich detailliert über den Ablauf der Behandlung vom Beratungsgespräch über Voruntersuchungen, die Operationsschritte und schließlich die Nachbehandlung informieren.

Das Beratungsgespräch

Bei einem ersten Beratungsgespräch können Sie Dr. Blesse kennenlernen und Sie haben die Möglichkeit Fragen zur Nasenoperation zu stellen. 

Gleichzeitig lernt auch Dr. Blesse Sie kennen. Für einen Nasenchirurgen ist es wichtig zu verstehen, welche Beweggründe Sie für eine Nasenkorrektur haben, was Sie an Ihrer Nase als besonders störend empfinden, ob ggf. Atemstörungen oder andere Probleme bestehen und insbesondere welche Erwartung Sie an das Ergebnis haben.

Bei der Untersuchung beurteilt Dr. Blesse die Hautbeschaffenheit, ggf. bestehende Asymmetrien, einen eventuellen Schiefstand von Nasengerüst und Nasenscheidewand. Außerdem werden ggf. erfolgte Voruntersuchungen erörtert. Weiterhin werden standardisierte Fotos angefertigt, auf die dann auch eine Computersimulation folgt. Bei der Simulation wird die Nase so verändert, dass Sie Ihren Wunschvorstellung entspricht. Gegebenenfalls nimmt Dr. Blesse noch Veränderungen vor um ein “perfektes Ergebnis” darzustellen, welches er mit Ihren Vorstellungen abstimmt. Das Foto hängt später ggf. im OP und wird Ihnen auch gerne mitgegeben.

Im Anschluss an die Computersimulation beurteilt Dr. Blesse, ob es realistisch ist, dieses Ergebnis zu erreichen. Da bei einer Nasenkorrektur meistens mehrere Bereiche verändert werden, kann es sein, dass einige Änderungen relativ sicher erreicht werden können, wobei andere Dinge möglicherweise nicht sicher bzw. gar nicht erreichbar sind.

Anschließend erläutert Dr. Blesse anhand von Graphiken und OP Zeichnungen welche Operationsschritte bei Ihnen erforderlich sind, um das geplante Ergebnis zu erreichen und welche Techniken dabei gegebenenfalls zum Einsatz kommen können. (siehe Ablauf einer Nasenkorrektur) Abschließend erfolgt eine Aufklärung über die jeweiligen Risiken des Eingriffs bzw. der verwendeten Techniken.

Im Anschluss daran bekommen Sie von einer Mitarbeiterin des Teams eine personalisierte Behandlungsmappe mit wichtigen Informationen, die sie gerne mit Ihnen bespricht. Diese Mitarbeiterin ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin und Sie erhalten mit der Bewerbungsmappe auch ihre Visitenkarte. 

Die Behandlungsmappe enthält Informationen zu folgenden Punkten:

  1. Kosten des Eingriffs, Reservierung eines OP-Termins
  2. Teil- bzw. Ratenzahlung, Finanzierung
  3. Anästhesie / Narkose und Voruntersuchungen
  4. Checkliste, was Sie vor der Operation beachten sollten
  5. Abholung nach der Nasenkorrektur
  6. Kontrolluntersuchungen, Notfallnummern
  7. Verhaltensregeln nach der Operation
  8. Thromboseprophylaxe-Merkblatt und Anwendung
  9. Folgekostenversicherung
  10. Dokumentation der Aufklärung und Einwilligung, Diomed-Bogen

Alle Informationen sollten Sie sich zu Hause nochmal in Ruhe durchlesen. Bei kleineren Fragen können Sie sich jederzeit an Ihre Ansprechpartnerin wenden oder gerne einen 2. Beratungstermin mit Dr. Blesse vereinbaren.

Ambulant oder stationär: Wie wird die Nasenkorrektur durchgeführt?

Vor der Nasenkorrektur entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen, ob Ihre Nasenoperation ambulant oder stationär durchgeführt wird. In der Regel werden Nasenkorrekturen ambulant durchgeführt, so dass Sie am Nachmittag von einer Begleitperson abgeholt werden können. 

Viele Patienten wissen eine stationäre Betreuung zu schätzen und wünschen eine Nacht in unserer Praxisklinik, da sie eine weite Anreise haben oder sich schlichtweg sicherer fühlen. Auf Wunsch ist ein stationärer Aufenthalt von einer Nacht in unserer Praxisklinik in Bielefeld möglich. 


Voruntersuchungen bei Atembeschwerden

Sofern bei Ihnen Beschwerden beim Atmen bestehen, müssen vor der OP einige Fragen geklärt werden und ggf. weiterführende Untersuchungen erfolgen, um die Ursache der Beschwerden bzw. der Atemwegsbehinderung zu finden. Diese setzt sich zusammen aus:

  • Anamnese (Chronischer Gebrauch von Nasenspray? Bestehende Allergien? Chronische Sinusitis oder Rhinitis?)
  • Vordere Rhinoskopie
  • endoskopische Untersuchung der Nase

Weiterführende Untersuchungen je nach Ausgangssituation können sein:

  • Rhinomanometrie
  • nasale Provokationstestungen
  • Prick-Test zum Nachweis von inhalativen Allergien und Nahrungsmittelallergien
  • Epikutantest zum Nachweis von Kontaktallergien
  • CT oder DVT zur Darstellung der komplexen Strukturen der Nasennebenhöhlen und der Nasenscheidewand bzw. nach Unfällen

Die Nasenoperation

Auf folgender Seite können Sie sich ausführlich über die 11. Schritte bei einer Nasenoperation informieren: Ablauf der Nasenkorrektur.


Nachbehandlung nach einer Nasenoperation

Die Behandlung nach einer Nasen OP ist sehr wichtig, damit das OP Ergebnis nicht durch äußere Einflüsse beeinträchtigt oder verschlechtert wird. Wenn Sie im Vorfeld genauere Informationen über unsere Nachbehandlung haben möchten lesen Sie bitte die folgenden 4 Abschnitte:

  1. Welche Behandlung ist nach der OP notwendig?
  2. Was passiert während des Heilungsverlaufes?
  3. Welche Komplikationen können eintreten und wie muss ich mich verhalten um diese Komplikationen zu vermeiden?
  4. Wann bin ich wieder arbeitsfähig bzw. gesellschaftsfähig?

1. Welche Behandlung ist nach der OP notwendig?

a) Nasengips: Der Nasengips stabilisiert die Nase bzw. die bearbeiteten Knochen und Knorpel, damit diese sich nicht verschieben und in der gewünschten Position einheilen. Er verbleibt 8-10 Tage und wird dann in der Praxis entfernt. Bei Eingriffen am Knorpel ist eine äussere Nasenschiene in der Regel nicht notwendig.

b) Tamponade: Besteht aus einem kleinen Latexschlauch, mit weichem Schaumstoff gefüllt. Sie wird verwendet um die Hohlräume „auszufüllen“, damit sich dort kein Sekret sammelt. Nachblutungen sollen hierdurch unterdrückt werden. Sie wird nach 1-3 Tagen entfernt.  Da sie aus Latex besteht (so wie ein Untersuchungshandschuh, gummiartig) rutscht sie meistens gut heraus und verursacht keine Schmerzen! Wenn im Innern der Nase wenig gemacht werden musste, ist meist eine Tamponade nicht erforderlich.

c) Innere Schienung: Besteht aus weichem Silikon ggf. mit Atemröhrchen. Diese Schiene verhindert, dass  Schleimhaut der Nasenmuscheln mit Schleimhaut der Nasenscheidewand verwächst. (Synechie) Wenn die inneren Verletzungen weitgehend verheilt sind und die Schwellung zurückgeht, kann die Schiene entfernt werden. Wenn im Innern der Nase wenig gemacht werden musste, ist meist eine Schiene nicht erforderlich. 

d) Tape: Nach Abnahme des Gips ist es meist erforderlich am Nasenrücken durch eine Pflaster zu tapen. Hierdurch soll eine zunehmende Schwellung am Nasenrücken, insbesondere in der sog. Supra Tip Region, d.h. unmittelbar hinter der Nasenspitze vermieden werden. Das Tapen wird für ca. 3 Wochen durchgeführt. Wenn es tagsüber nicht möglich ist, kann es abends und nachts gemacht werden.

e) Antibiotikum, Salbe, Spülung: Wenn eine Schiene eingelegt wurde ist eine Antibiotikatherapie sinnvoll um der Entstehung einer Nasennebenhöhleninfektion (Sinusitis) vorzubeugen. Um Blutkrusten am Naseneingang abzulösen, tragen Sie bitte mehrmals tgl. Bepanthen Nasensalbe im Bereich der Nasenöffnung auf. Spülungen mit Wasser, Emser Salz z.B. mit einer Nasendusche sind sinnvoll um das Innere von Blutresten, Sekret usw. zu reinigen.

f) Fadenzug: ist meistens nicht notwendig, da auflösbare Fäden verwendet werden.

g) Evtl. Kortisoninjektionen: Nach ca. 6 Wochen und im weitern Verlauf kann am Nasenrücken im Verlauf der Heilung eine zunehmende Bindegewebsbildung beobachtet werden. Hierdurch kann die Form und insbesondere das Profil nachhaltig verändert werden. Durch Kortisoninjektionen wird die Bindegewebsbildung unterdrückt und zurückgedrängt. Ggf. sind mehrere Injektionen ca. alle 4- 6 Wochen erforderlich.

2. Was passiert während des Heilungsverlaufes?

a) Schwellung: Die Nasenschleimhaut schwillt innen an. Hierdurch ist die Atmung über mehrere Tage manchmal auch länger eingeschränkt oder gar nicht möglich. Sie müssen dann durch den Mund atmen. Vorübergehend kann zur Abschwellung Nasenspray angewendet werden. Auch die Haut am Nasenrücken und besonders an der Nasenspitze schwillt an. Das Ergebnis ist erst nach vollständig Abschwellung 6 -12 Monaten nach der Operation sichtbar. Zur endgültigen Beurteilung braucht man viel Geduld bzw. Zeit.

b) Hämatome: Es kommt zu Verfärbungen, die  mehr oder weniger stark ausgeprägt sind. Nach 3 Wochen sind diese in der Regel verschwunden. Mit Makeup können die Verfärbungen überdeckt werden. In seltenen Fällen kommt es durch den Bluterguss auch zu einer Verfärbung der Bindehaut, die ebenfalls in der Regel nach 2-3 Wochen verschwunden ist.

c) Schmerzen: In der Regel bestehen keine besonders starken, z.B. mit Zahnschmerzen vergleichbaren Schmerzen. Durch die Anschwellung kommt es ggf. zu dumpfen Beschwerden wie bei Kopfschmerzen oder Grippe. Der Oberkiefer kann weh tun. Sie erhalten von uns Schmerzmedikamente, die Sie bei Bedarf einnehmen können.

d) Taubheit und pelziges Gefühl an der Nasenspitze: Auch Monate nach der OP besteht oft ein Taubheitsgefühl an der Nasenspitze und manchmal an der Oberlippe. Wenn sich die Nerven erholt haben, geht dieses Missempfinden wieder weg.

e) Nasenspitze anfangs etwas zu hoch: Nach der Operation und nach Abnahme des Nasengips steht die Nasenspitze normalerweise höher als beabsichtigt. Gelegentlich sieht das unnatürlich aus (Schweinchennase). Im Laufe der nächsten Wochen senkt sich die Nasenspitze langsam ab.

3. Welche Komplikationen können eintreten und Wie soll ich mich verhalten um diese Komplikationen zu vermeiden?

a) Nachblutung: Zur Vermeidung einer Nachblutung darf in der ersten Woche kein Aspirin und / oder Blutverdünnung eingenommen werden. Der Oberkörper sollte in den ersten drei Tagen hoch gelagert werden. Flaches Liegen sollte vermieden werden. Ruhe muss eingehalten werden. 

b) Lockerung oder Ablösung des Nasengips: Beim Waschen und / oder Duschen darf der Gips nicht nass werden.

c) Um die Schwellung zu vermindern gelten folgende Verhaltensregeln: Kühlung in den ersten drei Tagen, nicht flach liegen, sondern Oberkörper in den ersten drei Tagen nach der OP hoch lagern. Danach nachts möglichst mit etwas angehobenem Oberkörper schlafen. Hiedurch kann die Lymphflüssigkeit besser nach unten abfließen. Körperliche Anstrengung muss vermieden werden. Bei Aktivität steigt Puls und Blutdruck. Das pumpt mehr Blut durch die Nase und verursacht Schwellung. Ebenfallls nicht zu viel kauen (Steak, Kaugummi usw.) und Mimik reduzieren. Auch hier fördert die Ruhe die Abschwellung. Keine intensive Sonneneinstrahlung in den ersten 6 Wochen

d) Verrutschen der Knochen und Knorpel: 

  • Eine schwere Brille kann ggf. das Zusammenwachsen oder die Position der Nasenknochen beeinflussen. Bitte bringen Sie Ihre Brille ggf. nach 8-10 Tagen zur Gipsabnahme mit. Ggf. ist es sinnvoll vor der Operation Kontaktlinsen vom Optiker zu besorgen.
  • Ein Schlag auf die Nase kann das Ergebnis zerstören. Erst nach zwei - drei Monaten sind die Knochen fest verheilt. Je nach Sportart müssen Sie das bitte berücksichtigen.
  • Intensive Mimik, Lachen, Grimassen usw. führt auch zu Bewegung an der Nase und sollte vermieden werden.
  • Beim Nase putzen, Niesen, Husten sollte die Nase vorne nicht verschlossen sein, da sonst Druck entsteht, der von innen die Nase auseinanderdrückt und die Nasennebenhöhlen beeinträchtigt.

Kontakt

Es gibt viele verschiedene Nasenformen und damit auch verschiedene Indikationen für die Nasenkorrektur. Wenn Sie sich ausführlich und persönlich zu einer Nasenoperation in Ihrem individuellen beraten lassen möchten, sind wir gerne für Sie da! Kontaktieren Sie uns gerne über unsere Kontaktformular oder telefonisch und vereinbaren Sie ein persönliches Beratungsgespräch.

Rufen Sie uns an

Wir sind erreichbar unter:

0521 940 240 03