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Informationen zur Nasen­korrektur

Die Nasen OP ist eine der häufigsten Schönheitsoperationen. Circa 1 Million Menschen weltweit entscheiden sich jährlich für eine Nasenkorrektur mit dem Ziel einer Veränderung des "Äußeren". Die Rhinoplastik ist weltweit der vierthäufigste Eingriff aller Schönheitsoperationen.

Gründe für eine Nasenkorrektur

Die Nase ist ein sehr charakteristisches Merkmal in unserem Gesicht, das wesentlich zum Gesamteindruck beiträgt. Das Gesicht wirkt nicht harmonisch oder auch ggf. nicht ästhetisch, wenn die Nase im Vergleich zum Gesicht und sonstigem Profil in bestimmten Bereichen (Nasenwurzel, Nasenrücken, Nasenspitze, Nasensteg, Nasenflügel oder in allen Bereichen zu groß oder zu klein, zu kurz oder zu lang ist. 

Beispielhaft sei hier eine sogenannte Höcker-Langnase genannt: Der Nasenrücken ist buckelig und die Nasenspitze hängt nach unten. Im Volksmund wird das gelegentlich Hexennase genannt.

Es ist nachvollziehbar, dass Menschen mit unproportionalen Nasenformen sich eine normale Nase wünschen. Häufig sagen unsere Patienten: „Ich will gar keine Model Nase, nur diese will ich nicht mehr haben. Ich möchte eine normale Nase.“

Weitere Gründe für eine Nasenkorrektur:

  • Unfälle (Schiefnase, Boxernase, Sattelnase)
  • Hauterkrankungen (Rhinophym)
  • Drogenkonsum (Cocain)
  • Tumore und letztlich „
  • missglückte“ oder durch Komplikationen verursachte Deformitäten

In allen oben genannten Fällen kann zusätzlich zum bestehenden „äußeren“ Problem eine Atemwegsbehinderung ein weiterer Grund für eine Nasenkorrektur sein.

Die Nasenkorrektur kann das Gesicht wirkungsvoll harmonisieren und den Patienten, der meist viele Jahre braucht um sich für einen Eingriff zu entscheiden sehr glücklich machen.

Eine gelungene Operation kann das Selbstwertgefühl enorm steigern.


Was ist das Ziel einer Nasen OP?

Eine Nasen OP hat das Ziel, eine Harmonisierung des Gesichtes zu erreichen. Das ist dann der Fall, wenn die Proportionen der Nase mit den Proportionen der Gesichtes eine „ästhetische“ Harmonie bilden.

Am Beispiel der 2000 Jahre alten Büste der ägyptischen Kaiserin Nofretete kann man diese Proportionen, des noch heute geltenden und dominierenden Schönheitsideal gut erkennnen.

Der Wunsch nach dieser Harmonie und Ästhetik im Gesicht ist kein Modetrend. Am Beispiel jahrtausendealter Skulpturen und Abbildungen aus verschiedenen Hochkulturen beweisen, dass es ein universales Schönheitsideal immer gegeben hat und bis heute gibt. Erst heute kann es durch moderne Plastische Chirurgie möglich gemacht werden deformierende Nasen zu korrigieren.

Wie wird das Ziel erreicht?

Nicht jede Operation führt zu einem „perfekten“ Ergebnis. Je nach Ausgangssituation und Erwartung des Patienten an das Ergebnis kann es einfacher oder ggf. unmöglich sein ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen.

Hierbei spielt die Heilungsphase eine entscheidende Rolle. Am Ende einer Nasenoperation sieht das Ergebnis meistens perfekt aus. Schwellung , verstärkte Narbenbildung und/oder  Verschiebung der Knorpel und Knochen in der Heilungsphase verändern das Ergebnis.

Nur ein realistisches Operationsziel führt zur anschließenden Zufriedenheit.

An dieser Stelle zitieren wir den international renomierten Nasenexperten Prof. Dr. med. habil. Wolfgang Gubisch, aus Stuttgart:

„Das oberste Ziel der Nasenkorrektur ist nicht die ideale Nase, sondern der zufriedene Patient. Zufriedenheit stellt sich ein, wenn die Wünsche mit den Möglichkeiten in Einklang gebracht wurden, wenn Ästhetik und Funktion stimmen, vor allem aber - in aller Regel - wenn

  • die Nase nicht mehr auffällt
  • der Typ nicht geändert wurde
  • das gesamte Profil harmonisch ist
  • der Operierte nicht operiert aussieht
  • man frei durch die Nase atmen kann."

Aufbau (Anatomie) der Nase

Im Folgenden erklären wir den Aufbau der Nase mit den wichtigsten Begriffen und Besonderheiten und zum Teil Fachbegriffen, sowie die Aufgabe (Funktion), die die jeweiligen Strukturen bzw. Bausteine haben

Die Kenntnis hierüber ist Voraussetzung um Ihr Nasenproblem und ggf. die erforderliche Operation und die damit verbundenen Risiken besser erklären und einschätzen zu können.

Die Aufbau der Nase ist vergleichbar mit einem Dach oder einem Zelt. Dieses Dach besteht aus 4 Geweben („Baumaterialien“): Haut, Knorpel, Knochen und Schleimhaut.

Die äußere Verkleidung ist unsere Haut.
Darunter befindet sich das Stützgerüst bestehend aus weichem Knorpel im unteren Anteil und Knochen im oberen Anteil. Die Nase ist innen mit der Schleimhaut ausgekleidet (tapeziert).

Diese 4 Gewebe bilden alle wichtigen Bereiche der Nase, diese sind:

  • den Nasenrücken bzw. das Nasendach und die seitlichen Wände des Daches: Der obere Anteil wird durch das aus Knochen bestehende Nasenbein gebildet, der untere durch die sog. Dreiecksknorpel
  • die Nasenspitze, die durch die sehr beweglichen Flügelknorpel gebildet wird
  • die Nasenflügel, die nur aus Haut und Schleimhaut gebildet werden
  • den Nasensteg (Columella), der im Inneren einen Pfeiler aus Knorpel hat
  • die Nasenscheidewand (das Septum), welches vorne aus Knorpel und hinten aus Knochen besteht und von beiden Seiten wiederum mit Schleimhaut ausgekleidet ist. Die Nasenscheidewand ist der mittlere Stützpfeiler des Daches und trennt damit auch die rechte von der linken Nasenhöhle
  • die Nasenmuscheln: sie sind Ausstülpungen der Nasenschleimhaut und vergrößern damit ihre Oberfläche,um die Atemluft anzuwärmen, zu befeuchten und zum Teil zu reinigen.

Aufgabe bzw. Funktion der Nase und Funktionsstörungen der Nase

Manchmal steht der Wunsch nach einer Verbesserung der Atmung im Vordergrund und der Patient wünscht dann neben der funktionsverbessernden Operation ggf. gleichzeitig eine äußere Veränderung. 

In etwa der Hälfte der Fälle einer Nasenkorrektur muss auch das Naseninnere geändert werden, damit die Funktion erhalten bleibt oder sogar verbessert wird. 

Nachfolgend erklären wir deswegen etwas detaillierter:

  1. Welche Funktion (Aufgabe) hat die Nase?
  2. Probleme mit der Nasenatmung und Atembehinderungen.

1.Welche Funktion (Aufgabe) hat die Nase?

Wir brauchen zum Leben kontinuierlich frische Luft bzw. Sauerstoff. Durch Atmung wird frische Luft in die Lungen transportiert. Die Luft kann hierbei über 2 Wege geleitet werden, über die Nase oder den Mund. Die natürlichere und gesündere Atmung ist die Nasenatmung, weil die Nase die Luft anwärmt und anfeuchtet und zum Teil reinigt. Hierzu hat sie im Inneren eine sehr große Schleimhautoberfläche. Diesem Zweck dienen auch die Nasenmuscheln, knöcherne Leisten und die Nasenscheidewand, die mit Schleimhaut überzogen sind.

2. Probleme mit der Nasenatmung und Atembehinderungen

Die häufigsten Ursachen für eine Störung der Nasenatmung sind:

  • Allergien
  • Schiefe Nasenscheidewand oder Ausbuchtungen
  • Nasenmuschelverdickungen
  • Bestimmte Nasenformen wie z.B. „Spannungsnasen“
  • Folgen von vorhergehenden Nasenkorrekturen (Narben, Synechien, Nasenklappenverengung u.a.)

1. Allergien:

Die häufigste Ursache für eine Atembehinderung sind Allergien. Durch entsprechende Untersuchungen und Tests, z.B. beim HNO Arzt lässt sich diese Ursache ggf. genauer eingrenzen.

 

2. Verkrümmung der Nasenscheidewand

(Septumdevieation, Septumschiefstand, Schiefnase, Vomersporn)

Eine Verkrümmung der Nasenscheidewand führt zu einer Engstelle an der betroffenen Seite. Eine vorliegende Verkrümmung bzw. Engstelle kann unmittelbar vorne sichtbar sein.

Um eine weiter hinten liegende Engstelle (z.B. Vomersporn) festzustellen, muss eine vordere Rhinoskopie mit einem sog. Spekulum oder eine hintere Rhinoskopie mit einem Endoskop erfolgen. Eine häufig genutzte Möglichkeit das Innere der Nase zu beurteilen ist die Anfertigung eines MRT oder CT, auf welcher die Position der Nasenscheidewand und  ggf. eine Verkrümmung genau zu beurteilen ist. Jedoch wurde oftmals im Rahmen einer solchen Untersuchung zufällig ein Schiefstand festgestellt, ohne dass die/der Patient/in Beschwerden mit der Atmung hatte. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass eine Begradigung der Nasenscheidewand nicht immer zu einer Beseitigung von Atembeschwerden führt. 

Hier können Sie sich über den Ablauf der Nasenscheidewand OP informieren.

3. Muschelvergrößerung

Die Muschelschleimhaut kann sich unnatürlich verdicken, z.B. bei Allergien oder durch andere Ursachen. Hierdurch kann der Luftstrom bzw. die Atmung einseitig oder beidseitig behindert sein. Die Nasenmuscheln können operativ verkleinert werden, um diese Engstelle zu beseitigen. Informieren Sie sich hier über den genauen Ablauf der Nasemuschelverkleinerung.

4. Spannungsnase

Bei einer sog. Spannungsnase ragt die gesamte Nase sehr weit aus dem Gesicht heraus. Das kann neben einer ästhetischen Beeinträchtigung auch eine Atembehinderung bewirken, weil es im oberen Bereich zu einer Verengung im Bereich der sog Nasenklappe kommt und zwar dadurch, dass die Nase oben schmaler ist als eine normale oder niedrige Nase (Dreibeinmodell).

Mit dem sog. Cottle Test wird die Nasenklappe geöffnet bzw. auseinandergezogen. Wenn das Einatmen dann wesentlich leichter geht, sollte Ziel des geplanten Eingriffes sein diese Engstelle zu beseitigen. Sie können sich auf der folgenden Seite über die Operation der Spannungsnase informieren.

5. Atembeschwerden als Folge einer Nasenkorrektur

Nach einer Nasenkorrektur, insbesondere nach Verkleinerungen und Verschmälerungen kann es in seltenen Fällen zu einer Verschlechterung bzw. Behinderung der Nasenatmung kommen. Insbesondere, wenn es vor der OP bereits grenzwertig war. 

Gründe sind:

  1. Nasenklappenverengung
  2. Narben zwischen den Schleimhäuten (Synechien)
  3. Kollaps der Nasenflügel, Ansaugphänomen
  4. Verengung der Nasenlöcher

Hier können Sie sich über Nasennachkorrekturen ausführlicher informieren.


Geschichte und Entwicklung der modernen Nasenchirurgie

Die Nasenchirurgie hat sich in den letzten Jahren wie kaum ein anderes Gebiet grundlegend verändert. Eine Vielzahl an Techniken wurde entwickelt, weil die Ergebnisse unbefriedigend und manchmal schlecht waren. Viele Probleme betrafen den Nasenrücken, der durch die Abtragung meistens weitgehend zerstört wurde und die Nasenspitze, die bei der geschlossenen Methode nicht gut bearbeitet und stabilisiert werden konnte. Die geschlossene Methode ohne Schnitt am Nasensteg wurde durch die offene Rhinoplastik weitgehend ersetzt, weil u.a. hiermit die Form und Position der Nasenspitze viel präziser und dauerhaft stabiler erreicht werden konnte.

Die vollständige Abtragung (Amputation) des Nasenhöckers in der Technik nach J. Joseph (Charité Berlin, 1906) wurde ersetzt durch das Bemühen den knorpeligen Anteil des Höckers zu erhalten und für die Wiederherstellung  des geöffneten bzw. amputierten Nasendaches zu verwenden. (sogenannte Spreizknorpel). Diese Technik ist jedoch nicht immer erfolgreich und besonders bei dünner Haut kann ggf. eine Abdeckung durch u.a. Fremdmaterial, allogene Faszie oder anderes Material erforderlich sein.

1954 entwickelte der englische Nasenchirurg Cottle die Nasenrücken erhaltende „push down“ Technik. Hierbei wird am Nasenrücken kein Gewebe mehr entfernt bzw. das Nasendach nicht zerstört, sondern ggf. nur etwas abgefeilt. Die Verkleinerung wird nicht durch wegschneiden sondern durch Verschiebung einiger mm in die Nasenhaupthöhle erreicht (push down oder let down Technik). Diese Technik geriet in Vergessenheit. Aufgrund der erheblichen Zunahme ästhetischer Nasenkorrekturen wurde sie von Yves Saban aus Nizza ab 2016 wiederbelebt und perfektioniert und verbreitet sich seit dem zusehends.

Unserer Erfahrung nach ist diese „Nasenrückenerhaltende Technik“, die wir als einer der ersten in Deutschland anwendeten, weniger traumatisch, da der Nasenrücken nicht zerstört wird, die Ergebnisse natürlicher aussehen. Auch ermöglicht sie nachweislich eine bessere Atmung.


Risiken einer Nasenoperation

Informieren Sie sich hier über die Risiken einer Nasenoperation.


Kosten einer Nasenkorrektur

Die Kosten einer Nasen OP sind unter anderem abhängig von dem Schwierigkeitsgrad und der Dauer dieser Operation.

Beispiele verschiedener Schwierigkeitsgrade:

Eine Nasen OP ist einfacher, wenn

  • nur die Nasenspitze verändert werden muss im Sinne einer Anhebung oder Absenkung. Dann muss der Nasenrücken nicht abgesenkt werden und die Knochen müssen nicht gebrochen werden.
  • z.B. nur der Nasenrücken oder ein kleiner Höcker bearbeitet werden muss. Die Nasenspitze muss dann meistens nicht bearbeitet werden und es kann ggf. ein geschlossener Zugang verwendet werden.

Eine Nasen OP ist aufwendiger und schwieriger, wenn

- Die Nase eine Voroperation hatte:

Hierdurch sind die Gewebe (Haut, Schleimhaut im Inneren und der Knorpel) oft mit narbigem Gewebe verwachsen und zum Teil beschädigt oder schon weggeschnitten worden. Dann ist es zeitaufwendig und technisch schwierig die Vernarbungen zu lösen und die beschädigten Anteile der Nasenknorpel ggf. aus der Ohrmuschel zu ersetzen (rekonstruieren). 

- Die ganze Nase schief ist:
Dann muss eine Begradigung durchgeführt werden und das ist in der Regel ein komplexerer Eingriff.

- Eine Atembehinderung vorliegt:
Dann muss z.B. die Nasenscheidewand begradigt bzw. bearbeitet werden oder eine andere Ursache liegt vor, wie z.B. die Nasenmuscheln.

In der Regel muss bei einer sog. Höcker- Langnase (ohne Voroperation oder Unfallschaden, ohne Schiefstand und ohne Atembeschwerden) die Nasenspitze angehoben werden und der Nasenrücken abgesenkt werden. Dieser Eingriff dauert ca. 2-3 Std. und kostet 3.500 bis 5.000 Euro.

Finanzierung

Auch eine Ratenzahlung kann angesichts der momentan niedrigen Zinsen sinnvoll sein. Unsere Mitarbeiter können sie entsprechend beraten.

Wann zahlt die Krankenkasse eine Nasen OP?

Die Kosten für eine Nasen OP werden von den Krankenkassen übernommen, wenn ein Problem mit der Nasenatmung (durch schiefe Nasenscheidewand, schiefe äußere Nase, Muschelvergrößerung u.a.) vorliegt.

Es ist sinnvoll, vor einer Nasen OP Kontakt mit Ihrer Krankenkasse aufzunehmen und die Kostenübernahme zu besprechen. Bei gesetzlichen Krankenkassen sollte der Patient, eine Einzelfallentscheidung beantragen, da diese in der Gebührenordnung (EBM Nr. 31235) für diesen komplexen Eingriff eine Honorierung von nur 4268 Punkten, d.h. aktuell 461,91 € vorsieht. Das ist leider nicht annähernd kostendeckend. Bei privaten Krankenkassen kann vorher ein Kostenplan eingereicht werden um den Umfang der Kostenübernahme zu klären. Selbstverständlich ist auch eine Kombination einer funktionellen mit einer ästhetischen Nasenkorrektur möglich.


Häufig gestellte Fragen zur Nasenkorrektur

Es gibt drei Fachärzte die Nasenkorrekturen durchführen. Das sind Plastische Chirurgen, HNO-Ärzte und gelegentlich Mund- Kiefer- Gesichtschirurgen. Dennoch führen innerhalb dieser Facharztgruppen nur wenige Chirurgen regelmäßig Nasenkorrekturen durch oder haben sich ganz oder großteils darauf spezialisiert. Je öfter der Eingriff durchgeführt wird, desto besser werden die Ergebnisse. Oder umgekehrt gesagt: Wer es nicht regelmäßig macht und nicht 10-20 Jahre Erfahrung damit hat, hat ggf. keine guten Ergebnisse.

Prinzipiell ist eine Nasenkorrektur eine eher risikoarme Operation bei der lebensgefährliche Komplikationen praktisch nicht vorkommen. Jedoch ist es die „Schönheitsoperation“ mit den meisten unbefriedigenden Ergebnissen und Korrekturoperationen.

Die Nasen OP dauert je nach Aufwand 1,5 bis 3 Stunden.

Es gibt prinzipiell keine Garantie und auch besteht nicht die Möglichkeit, eine Nase genauso zu modellieren, wie es sich der Patient vorstellt hat. Die Gründe hierfür können Sie unter Risiken der Nasenkorrektur nachlesen. 

Bei der „geschlossenen“ Methode wird die Operation durch die Nasenlöcher durchgeführt. Bei der „offenen" Methode erfolgt ein Schnitt am Nasensteg mit einer Länge von 5-6 mm. Danach kann die gesamte Nasenhaut hochgeklappt werden, um das gesamte Operationsfeld komplett zu überblicken. Die vollständige Übersicht der Nasenstrukturen ermöglicht eine besondere chirurgische Präzision und bessere Ergebnisse.

Bei der „Geschlossenen Technik“ werden nur im Inneren der Nase Hautschnitte vorgenommen. Bei der „Offenen Technik“ erfolgt zusätzlich ein kleiner Schnitt unter der Nase, am sogenannten Nasensteg. Diese Narbe ist bei sorgfältiger Nahttechnik später nahezu unsichtbar!
Auch kleinste Narben am seitlichen Nasenrücken, wie sie bei einer Verschmälerung der Nase erforderlich werden können, sind nach kurzer Zeit praktisch nicht mehr erkennbar. In seltenen Fällen werden Korrekturen der Nasenflügel vorgenommen, die zusätzliche Hautschnitte erforderlich machen. Diese legt man dann so unauffällig wie möglich nahe der natürlichen Nasenflügelfalten.

Grundsätzlich gilt, dass eine Nasenkorrektur mit Beteiligung der Nasenscheidewand erst nach Abschluss der Wachstumsphase durchgeführt werden sollte, da andernfalls ggf. weitere Operationen nötig sind. Bei Frauen ist die Wachstumsphase in der Regel zwischen dem 15. und 16. Lebensjahr, bei Männern zwischen dem 16. und 17. Lebensjahr abgeschlossen. Ästhetische Nasenkorrekturen unter bzw. kurz nach dem 18. Lebensjahr sind nur in Einzelfällen sinnvoll.

Nasenkorrekturen werden fast ausschließlich unter Vollnarkose durchgeführt.

Oftmals haben die Patienten kaum oder gar keine Schmerzen nach der Operation, obwohl Blutergüsse und Schwellungen zu einem deutlich veränderten Äußeren führen können und diese Schmerzfreiheit nicht vermuten lassen. Häufiger kommt es durch die Schwellung zu Spannungs- und Druckgefühl im gesamten Kopf oder Oberkiefer. Gelegentlich auch zu Kopfschmerzen. Bei Rückgang der Schwellung ab dem 2. bis 3. Tag gehen diese Beschwerden meist vollständig zurück.

Meistens kommt es nach der Operation durch die Schwellung im Inneren zu einer Behinderung der Nasenatmung. Nach 1-3 Wochen normalisiert sich die Atmung wieder.

Die Schwellungen und Blutergüsse im Gesicht gehen je nach Ausprägung und Einzelfall nach 2-3 Wochen zurück. Durchschnittlich arbeiten die Meisten nach 3 Wochen wieder. Die Nase ist dann aber noch nicht abgeschwollen

Normalerweise braucht eine Nase nach der Korrektur 6-8 Wochen für die Heilung und in dieser Zeit sollte man Tätigkeiten, die besonders kreislaufanregend sind, vermeiden. Das sind zum Beispiel, Sport, Solarium und Sauna. Höhere Temperaturen führen zu zusätzlichen Schwellungen, die den Heilungsprozess negativ beeinflussen können.
Kontaktsportarten wie z.B. Handball usw. oder Boxen sollten erst nach 3 Monaten wieder ausgeübt werden, da die Nasenknochen noch nicht ganz fest zusammengewachsen sind.

Das hängt von der durchgeführten OP ab. Bei der Methode mit Erhalt des Nasenrückens gibt es nach der Gipsabnahme keine Einschränkung. Jedoch sollte die Brille nicht zu schwer sein.

Das hängt vom Patienten ab, insbesondere von der Dicke der Haut und eventuellen Voroperationen, die den Heilungsprozess verlangsamen können. Normalerweise ist das Endergebnis nach ca. einem Jahr erreicht.

Oftmals kann auf Tamponaden oder innere Schienen verzichtet werden, wenn im Inneren der Nase nicht viel verändert werden musste oder an Stelle der Tamponaden Nähte zur Adaptierung der Schleimhaut gesetzt wurde.

1.500 bis 5.000 €. Sie können sich hier ausführlich über die Kosten einer Nasenoperation informieren.

Die Kosten für eine Nasen OP werden von den Krankenkassen übernommen, wenn ein Problem mit der Nasenatmung (durch schiefe Nasenscheidewand, schiefe äußere Nase, angeboren eingefallene Nasenflügel, Muschelvergrößerung) vorliegt. Eine ausführliche Erklärung zu dieser Frage finden Sie hier: Finanzierung einer Nasen OP.

Kontakt

Sind Sie mit der Form Ihrer Nase unzufrieden und möchten sich über eine Nasenkorrektur informieren? Gerne beraten wir Sie in unserer Praxis in Bielefeld zu einer Nasen-Operation persönlich und individuell.

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